REPATGUI

Réseau Patrimoine de Guinée

Networking und Partnerschaften Call

REPATGUI
Mariage : Cérémonie traditionnelle des femmes « Dembadon », Conakry, Octobre 2025, © MY Curtis

Zusammenfassung

Das Projekt REPATGUI (Réseau Patrimoine de Guinée) ergänzt das Projekt Prov-Gui, das sich einerseits auf die Analyse der Sammlungen und deren Sichtbarmachung konzentriert und auf einer Partnerschaft zwischen Guinea, Deutschland und Frankreich basiert, und andererseits den Schwerpunkt auf Forschungsinstitutionen und Fachleute des Kulturerbes legt, wobei zugleich die Zusammenarbeit mit Herkunftsgemeinschaften einbezogen wird.

Die vom Projekt REPATGUI organisierte Veranstaltung zielt darauf ab, eine stärker in Guinea und in Afrika verankerte Dimension zu schaffen, indem verschiedene Akteure des guineischen Kulturerbes außerhalb der akademischen Welt und der Museen in den Vordergrund gestellt werden. Diese sind nach wie vor selten, marginalisiert, oft schlecht miteinander vernetzt und stehen nur in geringem Austausch mit Museen und Sammlungen. Das Projekt verfolgt folgende Ziele: (1) die Schaffung und Belebung eines „sozialen Umfelds“, das Engagement, Berufungen und Leidenschaften eines breiteren Publikums im Hinblick auf Kulturerbe und Erinnerung umfasst; (2) die Ergebnisse von Prov-Gui sichtbar zu machen, um Initiativen und Berufungen anzustoßen oder zu stärken, die bislang zu lokal begrenzt oder schwach sind und oft abseits der aktuellen erinnerungs- und kulturerbebezogenen Dynamiken stehen. Langfristig zielt diese Initiative darauf ab, Wissen gemeinsam zu entwickeln, das in den Institutionen Guineas verankert ist, an junge Menschen in Ausbildung weitergegeben wird und die Beteiligung an einem Prozess der Aneignung des Kulturerbes in Guinea stärkt.

Diese wissenschaftliche Veranstaltung wird über zwei Tage im Nationalmuseum von Guinea stattfinden, im Zeitraum zwischen Januar 2025 und Juni 2026, und ist öffentlich zugänglich. Sie fördert einen Multi-Akteurs-Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen und Unternehmen (Kultur, Bildung, Tourismus), Mitgliedern der Zivilgesellschaft – insbesondere aus den Bereichen Kunst und Kreativwirtschaft – sowie Herkunftsgemeinschaften. Alle eint das Interesse an der Bewahrung und Aufwertung von Kulturgütern, Geschichte und Erinnerung.

Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Aktivitäten:

(1) Ein Arbeitsworkshop zur Vorstellung des Projekts PROV-GUI vor offiziellen Stellen, lokalen Behörden und internationalen Partnern; daran schließen sich Besuche des Museums und seiner Sammlungen sowie weiterer einschlägiger Institutionen an (virtuelles Museum, IRPLA, Universität usw.).

(2) Ein Austauschworkshop zum Thema Erinnerungsarbeit und zur Sammlung zeitgenössischer Erzählungen mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bereiche der guineischen Gesellschaft, insbesondere aus den Feldern Provenienzforschung, Kulturgeschichte, Erinnerung, darstellende Künste, Kulturvermittlung und Pädagogik.

Zeitraum

12 Monate