Julie Sissia

Projektleitung

Julie Sissia

Biographie

Julie Sissia ist wissenschaftliche Projektleiterin des Deutsch-Französischen Forschungsfonds zur Provenienz von Kulturgütern aus Subsahara-Afrika am Centre Marc Bloch (Berlin). Sie wurde an der Sciences Po Paris und der Kunstakademie Düsseldorf in Kunstgeschichte promoviert; ihre Forschung befasst sich mit der transnationalen Geschichte der Kunstkritik und des Ausstellungswesens. Nach ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte im Rahmen des ERC-Projekts OwnReality und als kuratorische Assistentin der Hans-Hartung-Retrospektive am Musée d’Art moderne de Paris leitete sie das deutsch-französische Programm für Geistes- und Sozialwissenschaften der Agence nationale de la recherche und baute anschließend die deutsch-französische Museumskooperation beim Deutschen Museumsbund auf. 2023 gründete sie die Académie des Traces mit, ein Programm zu kolonialen Erbschaften in Museen für Nachwuchswissenschaftler:innen und Museumsfachleute, das heute mehr als 300 Mitglieder in Europa und Afrika vereint. 2024 initiierte sie anlässlich der Aufnahme Marc Blochs ins Panthéon das Projekt „L’histoire cherche son lieu“ mit der bildenden Künstlerin Anaëlle Vanel, in Partnerschaft mit der École normale supérieure de Lyon. Sie lehrte unter anderem an der Sciences Po, der École du Louvre und der Universität Freiburg (Schweiz).