Julie Sissia

Projektleitung

Julie Sissia

Biographie

Julie Sissia, PhD in Kunstgeschichte von Sciences Po-Paris und der Kunstakademie Düsseldorf, ist wissenschaftliche Projektleiterin des deutsch-französischen Fonds zur Erforschung der Herkunft von Kulturgütern aus Subsahara-Afrika. Diese Funktion übt sie am Centre Marc Bloch e.V. als internationale technische Expertin (ETI) aus und ist hierfür von Expertise France für das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Europa eingesetzt (siehe Portail de la mobilisation de l’expertise à l’international).

2022 war sie als ETI-Projektleiterin für die Strukturierung der deutsch-französischen Museumskooperation beim Deutschen Museumsbund (Berlin) tätig, wo sie unter anderem Zusammenkünften von Museumsfachleuten über „Sammlungen aus kolonialen Kontexten“ konzipierte und organisierte.

2023 initiierte sie gemeinsam mit Margareta von Oswald die „Akademie der Spuren, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kolonialer Hinterlassenschaften verstehen, hinterfragen und verändern“ – eine Weiterbildung für junge Forscherinnen und Forscher und junge Museumsfachleute (siehe : Website des Projektes).

Sie koordinierte die deutsch-französische Projektausschreibung in den Geistes- und Sozialwissenschaften ANR-DFG (2020-2022) und organisierte das Jubiläumskolloquium zum 15-jährigen Bestehen dieses Programms mit über 90 Referenten, das mit einem Vortrag von Bénédicte Savoy über das koloniale Erbe der Museen in Frankreich und Deutschland eröffnet wurde (siehe Programm).

Sie lehrte unter anderem an der Sciences Po, der Ecole du Louvre und der Universität Freiburg (CH).

Sie absolvierte außerdem einen Master 2 in Philosophie an der Universität Paris-4 und ein Diplôme de premier cycle der Ecole du Louvre.

Lebenslauf als Datei

 

 

Forschung

Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Geschichte der Kunstkritik und der Ausstellungen aus einer transnationalen Perspektive.

2015 verteidigte Dissertation unter der deutsch-französischen Co-Leitung (Sciences Po-Kunstakademie Düsseldorf) von Laurence Bertrand Dorléac und Siegfried Gohr, befasste sich mit der Rezeption von Kunst aus der DDR und der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich zwischen 1959 und 1989.

Sie erhielt Postdoc-Stipendien des Programms Women in Research (WiRe) der Universität Münster (2020), der Sigmar-Polke-Stiftung (2019), Assistant Curator der Hans Hartung-Retrospektive im Musée d’Art moderne de la Ville de Paris (2018) und Forschungsbeauftragte im ERC-Projekt „Ownreality“ am Deutschen Zentrum für Kunstgeschichte (2011-2015).

 

Akademie der Spuren

Zusammen mit Margareta von Oswald ist Julie Sissia Initiatorin der Academy of Traces, einer Weiterbildung für junge Wissenschaftler, junge Museumsfachleute und unabhängige Kuratoren, um die große gesellschaftliche Herausforderung der kolonialen Sammlungen in westlichen Museen besser zu verstehen.

Das Programm wird 2024 in drei Phasen ablaufen:

– Internationales Online-Seminar, Januar-Februar 2024.
– Frühjahrsschule, Berlin, 18. bis 24. März 2024.
– Residenz und gemeinsame öffentliche Programmierung in der Villa Medici, Rom, 8-13 April 2024

academiedestraces.com

 

Letzte Veröffentlichung

« Shaping Franco-German Cooperation in the Museum Sector. Julie Sissia talks to Antoinette Maget Dominicé », dans Santander Art and Culture Law Review, 9(2) 2023, à paraître en ligne.