Michée Diansana
Projekt
• HERA
• HERA
—
Ghent University, Université de Kinshasa
Michée DIANSANA ist Doktorand der Afrikastudien und ist sowohl an der Ghent University als auch an der University of Kinshasaaffiliiert. An der University of Kinshasa erwarb er einen Bachelorabschluss in Bevölkerungsgeschichte, Stadtplanung und Entwicklung sowie einen Masterabschluss in Kulturgeschichte. Seine Forschung konzentriert sich auf koloniale Archive, Erinnerung und die soziokulturellen Dynamiken, die durch koloniale Prozesse im Kongo geprägt wurden. Seit 2023 ist er am Projekt „Congolines“ beteiligt, in dessen Rahmen er die Figur Albert Lubaki aus einer kritisch sozialhistorischen Perspektive untersucht. Seine Arbeit befasst sich mit Prozessen des Verschweigens, der Unsichtbarmachung und der Fragmentierung in der kolonialen Wissensproduktion, mit besonderem Augenmerk darauf, wie die Identität afrikanischer Künstler:innen durch archivische und mündliche Quellen konstruiert, vermittelt und verschleiert wurde. Er ist Mitglied des Congo Research Network (CRN) sowie der Central Africa Studies Association (CASA). Darüber hinaus hat er zur Nutzung von Fotografie als Mittel zur Kritik an kolonialer Gewalt publiziert, insbesondere durch eine Analyse der Arbeiten von Alice Seeley Harris.