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Biographie
Susanne Fürniss ist Ethnomusikologin und Forschungsdirektorin am CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) in Frankreich. Sie ist Mitglied des Instituts für Ökoanthropologie am Musée de l’Homme in Paris.
Nach einer Ausbildung in Schulmusik absolvierte sie ein interdisziplinäres Studium. Sie erwarb ihre Habilitation in Ethnologie.
Frau Fürniss ist Spezialistin für das musikalische Erbe Zentralafrikas, insbesondere der sogenannten Pygmäengesellschaften. Ihre Forschungsgebiete umfassen Musiksystematik, Instrumentenkunde und die Beziehung zwischen Musik, Gesellschaft und Religion. Ihre jüngsten Forschungsarbeiten befassen sich mit der Untersuchung zentralafrikanischer Harfen in europäischen und afrikanischen Museen, der Identifizierung und Bewertung historischer Aufnahmen traditioneller kamerunischer Musik und der Kulturgeschichte der Fang in Zentralafrika. Sie ist die Leiterin des internationalen Forschungsprojekts NGII – Pertinence actuelle des anciens rites : la confrérie Ngii des Fang d’Afrique centrale (Frankreich-Gabun-Spanien).
Ihre Forschungsergebnisse wurden in etwa 60 Artikeln, in der Encyclopédie des Pygmées Aka und auf der CD Walzenaufnahmen aus Südkamerun 1907-1909 veröffentlicht.
Im DIASKW-Projekt bringt Frau Fürniss ihre Expertise aus früheren Forschungen ein, insbesondere zur materiellen Kultur der Pygmäengesellschaften im Norden des Kongo, und wird in Tervuren und Paris nach vergleichbaren Objekten suchen, um neue Erkenntnisse über die Herkunft der Lübecker Objekte zu gewinnen.