Claire Bosc-Tiessé

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Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), École des Hautes Études en Sciences Sociales

Biographie

 

Claire Bosc-Tiessé ist Forschungsdirektorin am CNRS, Mitglied des Institut des Mondes Africains (Institut für die Afrikanischen Welten) und Studiendirektorin an der EHESS, wo sie den Lehrstuhl „Geschichte der vorkolonialen afrikanischen Objekte: Praktiken und Methoden“ innehat.

Als Spezialistin für Äthiopien forscht sie zur künstlerischen Produktion im christlichen Königreich über einen langen Zeitraum – vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Im weiteren Sinne sind ihre Arbeiten in eine Reflexion über die Bedingungen und Formen der Kunstgeschichtsschreibung Afrikas vor dem 20. Jahrhundert und deren Herausforderungen eingebettet.

Zur Erneuerung dieser Forschungsfelder initiierte sie am Institut National d’Histoire de l’Art (INHA) das Rahmenprogramm „Vestiges, indices, paradigmes: lieux et temps des objets d’Afrique, XIVe–XIXe siècle“ (2017–2023). Im Rahmen dieses Programms entwickelte sie eine Kartographie der Sammlungen afrikanischer und ozeanischer Objekte in Museen – das Projekt „Monde en musée“.

Das Programm fand seinen Abschluss in der internationalen Tagung „Collections premières. Aux débuts des objets d’Afrique dans les musées occidentaux“, begleitet von sieben thematischen Kabinettausstellungen in Museen in Paris und in den Regionen sowie einer Online-Ausstellung: „Pourquoi des objets d’Afrique dans les musées de Bourgogne–Franche-Comté?“.

Seitdem war sie assoziierte Kuratorin der Ausstellung „Mission Dakar–Djibouti (1931–1933): Gegenuntersuchungen“ im Musée du quai Branly – Jacques Chirac (April–September 2025).