Marie Marquet

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Biographie

Marie Marquet ist freie Provenienzforscherin. Sie studierte Archäologie und Afrikanistik bei Jean Polet an der Université Paris I und später bei Dominique Cardon an der Université Lyon II. Seit Januar 2025 absolviert sie an der Université Paris Nanterre den Weiterbildungsstudiengang „D.U. de recherche en provenance“, um die Provenienzforschung zum Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen. In ihrer Abschlussarbeit befasst sie sich mit Guèlèdè-Masken, die das IFAN im kolonialen Dahomey zusammengetragen hat. Ihre Arbeit verbindet zwei Zugänge: Als Historikerin wertet sie Archive aus und fragt nach den Umständen, unter denen französische Akteure in Afrika Objekte erwarben. Als Archäologin und Ethnobotanikerin untersucht sie die Objekte selbst und sucht in ihrer Materialität nach Hinweisen auf ihre Herkunft. Die so gewonnenen Erkenntnisse möchte sie mit den Herkunftsgesellschaften teilen – ebenso wie mit afrikanischen Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft, Handwerk und Kunst. Seit 2011 forscht sie zu Färbe- und Faserpflanzen und ihrer Nutzung. Aus ihren Feldforschungen entstehen Referenzsammlungen, mit deren Hilfe sich Farbstoffe und andere Substanzen an Museumsobjekten bestimmen lassen – ein Schlüssel zum Verständnis von Herkunft und Herstellungstechniken. Zur Museumsarbeit kam sie über Sammlungsrecherchen und Dokumentationsprojekte: 2007–2008 erforschte sie die Geschichte der afrikanischen Bestände des Musée des Confluences (vormals Musée Guimet) in Lyon, als Grundlage für deren Neupräsentation im umgebauten Museum. 2018 wirkte sie gemeinsam mit dem beninischen Wissenschaftskomitee an der Konzeption der Rundgänge für vier künftige Nationalmuseen in Benin mit.