{"id":4255,"date":"2026-11-06T15:22:21","date_gmt":"2026-11-06T14:22:21","guid":{"rendered":"https:\/\/provenanceresearchfund.org\/objets-de-memoires-le-fonds-franco-allemand-de-recherche-sur-la-provenance-presente-a-paris-les-resultats-trois-ans-de-recherche-transnationale-et-connectee\/"},"modified":"2026-11-06T16:28:29","modified_gmt":"2026-11-06T15:28:29","slug":"objets-de-memoires-le-fonds-franco-allemand-de-recherche-sur-la-provenance-presente-a-paris-les-resultats-trois-ans-de-recherche-transnationale-et-connectee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/provenanceresearchfund.org\/en\/objets-de-memoires-le-fonds-franco-allemand-de-recherche-sur-la-provenance-presente-a-paris-les-resultats-trois-ans-de-recherche-transnationale-et-connectee\/","title":{"rendered":"Objets de m\u00e9moires. Der deutsch-franz\u00f6sische Provenienzforschungsfonds pr\u00e4sentiert in Paris die Ergebnisse einer dreij\u00e4hrigen l\u00e4nder\u00fcbergreifenden und vernetzten Forschung und Forschungsf\u00f6rderung."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><br><br>Pressemitteilung &#8211; 06.11.2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vom 18. bis 20. November 2026 bringt der deutsch-franz\u00f6sische Provenienzforschungsfondsfonds zu Kulturg\u00fctern aus Subsahara-Afrika in Paris mehr als 90 Forscher*innen, Kurator*innen und Museumsfachleute aus Frankreich, Deutschland und mehreren afrikanischen L\u00e4ndern zusammen, die an seinen 18 gef\u00f6rderten Projekten mitgewirkt haben. Mehr als 35 von ihnen reisen zu diesem Anlass aus Afrika an. W\u00e4hrend des dreit\u00e4gigen Symposiums pr\u00e4sentieren sie im Rahmen mehrerer \u00f6ffentlicher Veranstaltungen ihre Erkenntnisse, Methoden und Erfahrungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit drei\u00dfig Jahren hat sich die Provenienzforschung in Europa entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen und Priorit\u00e4ten der einzelnen L\u00e4nder stark weiterentwickelt. Das Ergebnis ist ein Fachgebiet mit gro\u00dfem Fachwissen und hohem Vernetzungspotenzial. Die Kulturg\u00fcter hingegen haben Grenzen \u00fcberschritten und zirkulierten nicht nur zwischen H\u00e4ndlern und Sammlern, sondern auch zwischen den Sammlungen europ\u00e4ischer Museen. Diese Situation betrifft Zehntausende von Kulturg\u00fctern aus Subsahara-Afrika, die \u00fcberwiegend im kolonialen Kontext erworben wurden. Heute ist es unerl\u00e4sslich, den Weg dieser Sammlungen nachzuverfolgen, um die Umst\u00e4nde ihrer Entstehung zu beleuchten. Daf\u00fcr braucht es transnationale Forschungsteams die sich in ihrer Arbeit auf auf materielle und immaterielle Quellen st\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist das Ziel des Provenienzforschungsfondsfonds. Seit drei Jahren unterst\u00fctzt er vernetzte Forschungsprojekte, die gemeinsam von Teams aus Frankreich, Deutschland und mehreren afrikanischen L\u00e4ndern durchgef\u00fchrt werden. Der Fonds f\u00f6rdert zudem einen transdisziplin\u00e4ren Ansatz, bei dem Geschichte und Kunstgeschichte mit Anthropologie, Rechtswissenschaften oder auch Materialchemie zusammenwirken. Zu seinen Methoden z\u00e4hlen insbesondere <em>oral history<\/em>, gemeinschaftliche Forschung mit den lokalen <em>communities&nbsp;<\/em>und k\u00fcnstlerische Vermittlung. Das Symposium hat zum Ziel, aufzuzeigen, welche Erkenntnisse diese einzigartige deutsch-franz\u00f6sische Initiative bereits hervorgebracht hat, und gemeinsam dar\u00fcber nachzudenken, was getan werden muss, um die eingeleitete Dynamik fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>H\u00f6hepunkte des Programms<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vollst\u00e4ndiges Programm: <a href=\"https:\/\/provenanceresearchfund.org\/en\/symposium\/\">https:\/\/provenanceresearchfund.org\/en\/symposium\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine einzigartige Performance:<\/strong> <strong><em>Un serpent au mus\u00e9e<\/em>.<\/strong> Zora Snake, ein kamerunischer T\u00e4nzer, Choreograf und Performer, wird eine Performance mit Werken aus den Sammlungen des Mus\u00e9e du quai Branly-Jacques Chirac pr\u00e4sentieren. Diese Exponate verlassen zum ersten Mal die Sammlungen des Museums, um in eine Live-Performance integriert zu werden. Am 18. November.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Vortrag von Souleymane Bachir Diagne<\/strong>, Philosoph und emeritierter Professor der Columbia University. Im Mus\u00e9e du quai Branly-Jacques Chirac, am 18. November.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Abschlussvortrag von Felwine Sarr<\/strong><strong>:<\/strong> <em><strong>Restituer: une politique des temps.<\/strong>&nbsp;<\/em>Schriftsteller und \u00d6konom, Mitautor des Sarr-Savoy-Berichts. In der Cit\u00e9 internationale universitaire de Paris, am 20. November.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Provenienzforschungsfondsfonds. Vernetzt und international.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsch-franz\u00f6sische Provenienzforschungsfondsfonds zu Kulturg\u00fctern aus Subsahara-Afrika, der im Centre Marc Bloch angesiedelt ist, wurde im Januar 2024 vom franz\u00f6sischen Kulturministerium (MC) und dem deutschen Bundesbeauftragten f\u00fcr Kultur und Medien (BKM) ins Leben gerufen. Damit kn\u00fcpfen die beiden Regierungen an ihren Willen an, eine europ\u00e4ische Erinnerungspolitik zu etablieren, die auf wissenschaftlicher Zusammenarbeit basiert und \u00fcber nationale Debatten zur R\u00fcckgabe hinausgeht. Bis heute ist der Provenienzforschungsfondsfonds die einzige internationale Einrichtung, die sich der Finanzierung und Begleitung der Provenienzforschung widmet. Als einzigartiges Instrument zur Forschungsfinanzierung f\u00f6rdert er gleichzeitig durch seine wachsenden Netzwerke zwischen Europa und Afrika eine Erneuerung der Beziehungen zwischen den beteiligten L\u00e4ndern. In diesem Sinne ist er ein Beispiel f\u00fcr eine deutsch-franz\u00f6sische Partnerschaft, die einen europ\u00e4ischen Ansatz f\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit werden 18 Projekte abgeschlossen oder sind im Gange, an denen 125 Institutionen aus 22 L\u00e4ndern und 157 Personen in den Forschungsteams beteiligt sind. Innerhalb von drei Jahren hat sich so ein einzigartiges transnationales Netzwerk gebildet, das 63 Fachleute aus 15 afrikanischen L\u00e4ndern zusammenbringt. Die vom wissenschaftlichen Beirat unter dem Vorsitz von Souleymane Bachir Diagne ausgew\u00e4hlten Projekte entwickeln innovative methodische Ans\u00e4tze im Forschungsfeld der Provenienz, die afrikanische <em>communities&nbsp;<\/em>in den Mittelpunkt des Forschungsprozesses stellen. Vor diesem Hintergrund werden bisher wenig untersuchte Sammlungen, die oft mit der deutsch-franz\u00f6sischen Kolonialgeschichte in Verbindung stehen, sowie ethisch sensible Themen wie menschliche \u00dcberreste analysiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Programm des internationalen Symposiums<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Symposium findet im Rahmen einer Woche der Vernetzung und des Wissensaustauschs statt, die speziell f\u00fcr dieses einzigartige Treffen von Fachleuten aus dem Bereich der Provenienzforschung konzipiert wurde. Als Gelegenheit zum Austausch gedacht, kann sie den Grundstein f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kooperationen legen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">18. November: <strong>Ein \u00dcberblick<\/strong>. Im <strong>Mus\u00e9e du quai Branly-Jacques Chirac<\/strong> bietet der Tag einen \u00dcberblick \u00fcber die gro\u00dfen Fragen der Provenienzforschung anhand der Vorstellung der Ergebnisse der 18 gef\u00f6rderten Projekte, eines Vortrags von Souleymane Bachir Diagne und einer Performance von Zora Snake. Kann die Provenienzforschung die Beziehungen zwischen Afrika und Europa neu gestalten? Welche Verbindungen bestehen zwischen ihr und Restitutionsfragen? Wie l\u00e4sst sie sich kooperativ betreiben? Und welche Forschung brauchen wir f\u00fcr die Zukunft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">19. November: <strong>Die Quellen<\/strong>. Am <strong>Institut national d\u2019histoire de l\u2019art<\/strong> widmet sich der Tag der Erforschung der Vielfalt der Quellen im Rahmen von Workshops, an denen Mitglieder der Forschungsteams teilnehmen. Die herangezogenen Quellen sind sowohl materieller Natur, wie Pigmente, Textilien, Fotografien, Filme sowie Archive von H\u00e4ndler*innen und Sammler*innen, als auch immaterieller Art, etwa in Form von m\u00fcndlichen Zeugnissen, Gesten und Erz\u00e4hlungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">20. November: <strong>Erstrebenswerte Zukunftsvisionen<\/strong>. In der <strong>Cit\u00e9 internationale universitaire de Paris<\/strong> werden diese \u00dcberlegungen an diesem Tag fortgesetzt und der Blick auf die Zukunft gerichtet. Politische Entscheidungstr\u00e4ger*innen, Institutionen und Forschungsgruppen werden \u00fcber den Aufbau von Kooperationen zwischen Europa und Afrika diskutieren. Den Abschluss bildet eine Einordnung der Provenienzforschung in den Kontext der Menschen- und Kulturrechte sowie eine Reflexion \u00fcber die Zukunftsvisionen, die durch den Austausch von Wissen gemeinsam entworfen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gastfreundschaft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dank einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Partnerschaft mit der Cit\u00e9 internationale universitaire de Paris werden Forscher*innen und Fachleute eine Woche lang gemeinsam auf dem Campus untergebracht. Die Cit\u00e9 wird so zum Herzst\u00fcck einer Gemeinschaft aus Forscher*innen und Fachleuten. Das SPHINX-Projekt der Sorbonne Universit\u00e9 \u00fcbernimmt im Rahmen von \u201eFrance 2030\u201c die Reise-, Unterbringungs- und Visakosten f\u00fcr dreizehn Teilnehmer*innen aus Subsahara-Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Symposium wird zum Gedenken an Hugues Heumen Tchana (1976\u20132025), Direktor des Nationalmuseums von Kamerun und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Provenienzfonds, organisiert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutsch-franz\u00f6sischer Provenienzforschungsfondsfonds zu Kulturg\u00fctern aus Subsahara-Afrika, angesiedelt am Centre Marc Bloch.<br><strong>Julie Sissia<\/strong> \u2013 Wissenschaftliche Leiterin<br><a href=\"mailto:julie.sissia@cmb.hu-berlin.de\">julie.sissia@cmb.hu-berlin.de<\/a><strong>Philon Griesel<\/strong> \u2013 Pressekontakt<br><a href=\"mailto:philon.griesel@cmb.hu-berlin.de\">philon.griesel@cmb.hu-berlin.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Partner<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Partenaires institutionnels de l\u2019\u00e9v\u00e9nement<br>mus\u00e9e du quai Branly-Jacques Chirac, Cit\u00e9 internationale universitaire de Paris, Sorbonne-Universit\u00e9, projet SPHINX France 2030, Institut national d\u2019histoire de l\u2019art<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-120106-300x31.png\" srcset=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-120106-300x31.png 300w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-120106-1024x107.png 1024w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-120106-768x80.png 768w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-120106.png 1269w\" alt=\"\" width=\"503\" height=\"52\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Avec le soutien de<br>Maison des Afriques\/fondation Lucien Paye, Fondation des \u00c9tats-Unis, Fondation de l\u2019Allemagne Maison Heinrich Heine, Fondation Suisse<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-113542-300x56.png\" srcset=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-113542-300x56.png 300w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-113542-768x142.png 768w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-113542.png 810w\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"88\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Partenaires institutionels du fonds de provenance<br>Centre Marc Bloch, Der Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien, Minist\u00e8re de la Culture, Minist\u00e8re de l\u2019Europe et des affaires \u00e9trang\u00e8res, Bundesministeriumf\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt.<br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-112452-300x39.png\" srcset=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-112452-300x39.png 300w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-112452-1024x132.png 1024w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-112452-768x99.png 768w, https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/Screenshot-2026-09-29-112452.png 1121w\" alt=\"\" width=\"577\" height=\"75\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung &#8211; 06.11.2026 Vom 18. bis 20. 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